Google Unternehmensprofil die Checkliste
Ihr Google-Profil wird häufiger gesehen als Ihre Startseite und ist der einzige Teil Ihrer Onlinepräsenz, den Sie in einer Stunde spürbar verbessern können. Die Punkte, in der Reihenfolge ihrer Wirkung.
Bei einer lokalen Suche sieht die Mehrzahl der Suchenden Ihr Google-Profil und klickt nie weiter. Öffnungszeiten, Route, Anruf, Bewertungen, Fotos — alles ist schon da. Die Website wird zur zweiten Meinung.
Das heißt: Das Profil ist der meistgesehene Teil Ihrer Onlinepräsenz und zugleich der einzige, den Sie ohne Entwickler, ohne Budget und in etwa einer Stunde deutlich verbessern können.
Diese Liste ist nach Wirkung sortiert, nicht nach Aufwand. Wenn Sie nur die ersten vier Punkte schaffen, haben Sie das meiste geholt.
Die Grundlagen, die tatsächlich entscheiden
1. Beanspruchen Sie das Profil, falls noch nicht geschehen. Erstaunlich viele Betriebe haben ein Profil, das Google automatisch erzeugt hat und das niemandem gehört. Solange es nicht beansprucht ist, kann jeder Änderungen vorschlagen und Sie erfahren nichts davon.
2. Wählen Sie die Hauptkategorie so eng wie möglich. Das ist der stärkste einzelne Rankingfaktor im Profil und wird ständig zu breit gewählt. „Restaurant” ist schwächer als „Fischrestaurant”. „Arztpraxis” ist schwächer als „Hautarzt”. Die Hauptkategorie entscheidet, für welche Suchen Sie überhaupt in Betracht kommen; Nebenkategorien fangen den Rest.
3. Öffnungszeiten müssen exakt stimmen — und Feiertage auch. Falsche Zeiten sind der schnellste Weg, jemanden zu verlieren, der schon losgefahren ist, und Google misst, ob Nutzer korrigierend eingreifen. Tragen Sie Sonderzeiten für Feiertage ein, bevor der Feiertag da ist. Wenn Website, Tür und Profil sich widersprechen, glaubt Google keinem davon so recht.
4. Name, Adresse, Telefon überall identisch. Genau gleich geschrieben, auf Profil, Website, Rechnungen, Branchenverzeichnissen. „Str.” und „Straße” sind für einen Menschen dasselbe und für einen Abgleich nicht. Diese Konsistenz ist die Grundlage, auf der Google entscheidet, dass all diese Erwähnungen denselben Betrieb meinen.
Was danach den Unterschied macht
5. Fotos, und zwar regelmäßig. Profile mit aktuellen Fotos werden messbar häufiger aufgerufen. Wichtig sind: Außenansicht, damit man den Eingang wiedererkennt; Innenansicht, damit man weiß, worauf man sich einlässt; das Produkt selbst; und das Team. Laden Sie alle paar Wochen etwas hoch statt einmal fünfzig Bilder.
6. Alle Leistungen oder Produkte eintragen. Der Bereich für Leistungen wird fast immer leer gelassen. Er ist Text, den Google lesen kann, und er beschreibt genau das, wonach gesucht wird — die einzelne Behandlung, das einzelne Gericht.
7. Die Beschreibung schreiben, ohne Werbesprache. 750 Zeichen, in denen Sie sagen sollten, was Sie tun, für wen, wo und was Sie unterscheidet. Superlative bringen hier nichts. Konkretheit schon.
8. Attribute setzen. Barrierefrei, Außenbereich, Parkplatz, Sprachen, Zahlungsarten, Termin erforderlich. Menschen filtern danach, und jedes gesetzte Attribut ist eine Suche, in der Sie vorkommen können.
Bewertungen
9. Fragen Sie danach, systematisch und im richtigen Moment. Der richtige Moment ist unmittelbar nach dem guten Erlebnis, nicht drei Wochen später per Newsletter. Ein kurzer Link, ein QR-Code auf der Rechnung, ein Satz beim Verabschieden.
10. Antworten Sie auf alle, auch auf die guten. Antworten sind öffentlich und werden gelesen — von künftigen Kunden und von Google. Bei einer schlechten Bewertung gilt: sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung, mit einem konkreten nächsten Schritt. Wer sich in Kommentaren streitet, verliert immer, egal wer recht hat.
11. Kaufen Sie keine Bewertungen. Es wird erkannt, es wird bestraft, und die Muster sind für jeden lesbar, der zwei Minuten hinsieht.
Das Übersehene
12. Nutzen Sie Beiträge. Der Beitragsbereich ist im Grunde ein kleines Anzeigenfeld, das nichts kostet und fast leer steht: Aktionen, Veranstaltungen, Neuigkeiten, saisonale Angebote.
13. Beantworten Sie die Fragen selbst. Im Frage-und-Antwort-Bereich darf jeder fragen — und jeder antworten, auch Leute, die nichts wissen. Stellen Sie die Fragen, die Ihnen ohnehin ständig gestellt werden, und beantworten Sie sie selbst.
14. Mehrere Standorte bekommen mehrere Profile. Ein Profil je Standort, mit eigener Adresse, eigenen Zeiten und eigener Telefonnummer. Zwei Standorte in einem Profil zusammenzufassen, macht beide unauffindbar.
15. Sehen Sie sich die Statistik an. Google zeigt Ihnen, mit welchen Suchbegriffen Menschen Sie gefunden haben. Das ist die ehrlichste Keyword-Recherche, die Sie bekommen können, und sie kostet nichts — und sie sagt Ihnen, worüber Ihre Website eigentlich schreiben sollte.
Was das Profil nicht ersetzt
Ein gutes Profil bringt Sie in den Kartenbereich. Es ersetzt keine Website, aus zwei Gründen.
Erstens gehört es Ihnen nicht. Google kann Darstellung und Regeln ändern, ein Profil sperren oder Zusammenführungen vornehmen, und Sie haben keinen Einspruch. Alles, was ausschließlich dort lebt, ist gemietet.
Zweitens ist das Profil ein Eintrag, keine Entscheidungshilfe. Die Speisekarte, die Behandlungserklärung, die Zimmerbeschreibung, die Buchung — dafür braucht es eine Seite. Das Profil bringt den Menschen bis vor die Tür. Was danach passiert, entscheidet Ihre Website.
Die beiden arbeiten zusammen, und sie müssen dasselbe sagen. Widersprüche zwischen Profil und Website sind einer der häufigsten Befunde in unseren Audits — und einer der am schnellsten behobenen.
- google unternehmensprofil
- lokales seo
- checkliste
Diesen Blick auf Ihre eigene Seite?
Das Audit ist kostenlos, dauert 48 Stunden und zeigt Ihnen, was Sie Kundschaft kostet, ganz gleich ob wir zusammenarbeiten.